Literatur, Themenreihe »Proteste«
Fr, 22.3.24
19.30 Uhr
Weitere Vorstellung am Samstag, 23. März, 19.30 Uhr
Künstler*innen-Gespräch jeweils im Anschluss an die Performance & interaktive Ausstellung zum Thema Rassismus
Eintritt: 9 € (Förderpreis: 12 €; Förderpreis Plus 18 €)
Einlass: 18.30 Uhr mit Werkraum-Bistro (wechselnde Suppen mit Brot)
Nach dem Roman von Mohsin Hamid
Realisation/Sprecherin: Naomi Abukha| Musik: Johan Olsson (Komposition, Piano), Ledian Mola (Kontrabass), Peter Somuah (Trompete)
// Warnung bei Epilepsie: In der Inszenierung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz.
Wiederaufnahme der Werkraum-Eigenproduktion (Premiere 03/2023)
Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Foto © Jan Novotny
Als Anders eines Morgens erwacht, stellt er fest, dass er sich verwandelt hat: Er ist nicht mehr weiß. Vollkommen erschüttert schließt er sich in seiner Wohnung ein, meldet sich krank. Nur seiner Freundin Oona erzählt er von der Verwandlung. Irgendwann wagt er sich wieder hinaus in die Welt und zur Arbeit.
Immer mehr Berichte über ähnliche Verwandlungen tauchen auf: Die weiße Mehrheit im Land scheint zur Minderheit zu werden. Und sie fühlt sich bedroht. Steht ein Umsturz der bestehenden Ordnung bevor? Bald herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände in der Stadt ...
»Mohsin Hamid ist einer der wichtigsten Autoren des 21. Jahrhunderts. Dies ist vielleicht sein bisher wichtigstes Buch.« (Ayad Akhtar). Er wurde in Lahore, Pakistan, geboren und studierte Jura in Harvard und Literatur in Princeton. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt.
»Der letzte weiße Mann« ist 2022 in deutscher Übersetzung (Nicolai von Schweder-Schreiner) im Dumont Verlag erschienen. Originalverlag: Riverhead, 2022; Originaltitel: The Last White Man.
Naomi Abukha ist eine Performerin aus Berlin. Durch ihr Studium an der Folkwang UdK im Bereich Physical Theatre beschäftigte sie sich mit Bewegungsrecherche und Spiel um und auf der Bühne. In ihren Arbeiten versucht sie zwischen Tanz, Theater und Performance eine Ausdrucksform für die Darstellung komplexer Themen zu erforschen und nahbar zu machen. Sie ist sowohl als Bühnen- und Filmdarstellerin tätig, als auch in Eigenregie in ihren Performanceprojekten. Mit ihrer Arbeit findet sie Ausdruck für Emotionen, Geschichten und Gedanken, die sich sonst nur schwer erzählen lassen.
Johan Olsson ist Komponist, Musiker und Tontechniker. Er realisiert interdisziplinäre Projekte mit Theater-, Tanz- und Zirkuspädagogik. Olsson war Caspar-David-Friedrich-Stipendiat (als Komponist), Finalist Zinetti Competition 2017, Solist Norddeutsche Philharmonie; außerdem Tontechniker bei über 20 Jazz-Produktionen, Gründer von Loumi Records (Label & Studio). Zusammenarbeit mit Max Agnas, Salvador Sobral, Jürgen Friedrich, Bänz Oester, Fuensanta Méndez, Xavi Torres, Iago Fernández. loumirecords.com
Ledian Mola ist Geiger und Kontrabassist mit klassischer Ausbildung und internationalem Anspruch. Er spielte Geige u.a. im Jugendorchester des Nationaltheaters in Kuba, im Kammerorchester des Komponisten Leo Brower, im Jazz-Kulturorchester von Bilbao und ist seit 2016 bis heute Musiker von Sonokando. Mola arbeitet als Instrumentalist in verschiedenen Ensembles und ist Leiter, Gründer und Kontrabassist der Gruppe Albericola und spielt seit 2017 bis heute Konzerte mit Gontzal Mendibil als Kontrabassist und Geiger.
Peter Somuah ist Jazztrompeter, der sein Spiel durch das unablässige Hören seiner Trompetenhelden Miles Davis und Roy Hargrove erlernte. 2021 wurde er mit dem Erasmus Jazz Award für junge Jazztalente ausgezeichnet, 2022 gewann er mit seinem Debütalbum »Outer Space« den prestigeträchtigen Edison Jazz Award. In seinen Kompositionen lotet Somuah die Grenzen zwischen Jazz, Funk und traditioneller ghanaischer Musik aus. Er hat seine Musik bereits auf vielen Bühnen präsentiert, unter anderem auf dem North Sea Jazz Festival 2022.