19.30 Uhr
Input & Gespräch mit Bernhard Pörksen
Eintritt frei
In Kooperation mit der VHS Lörrach & Steinen
Foto © Andreas Hassiepen
Zuhören, Gehörtwerden, den Dialog auf Augenhöhe führen – das sind Schlagworte unserer Zeit, Leerformeln der politischen Rhetorik. Aber was heißt es, wirklich zuzuhören, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, sich der Weltsicht des anderen auszusetzen? Warum hört man so lange nicht auf die Opfer sexuellen Missbrauchs, warum nicht auf die Warnungen vor dem Klimawandel? Bernhard Pörksen zeigt, welche Mechanismen das Zuhören verhindern – ob im privaten Umgang oder in der Öffentlichkeit. Und er präsentiert Ansätze und Methoden, die eine neue Offenheit, tieferes Verstehen und empathisches Zuhören ermöglichen. Wie erreicht man, so lautet die Schlüsselfrage, diejenigen, die man nicht mehr erreicht?
Prof. Dr. Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zur Skandalforschung, seine Analysen zu den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung (»Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung«) sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster (»Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners«) und dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun (»Kommunikation als Lebenskunst«). Für seine Lehr- und Forschungstätigkeit erhielt er verschiedene Auszeichnungen (u.a. Wahl zum Professor des Jahres, Erich Fromm-Preis), seine Essays und Kommentare erscheinen in vielen Zeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In Kooperation mit der VHS Lörrach & Steinen