Theater, Kinder und Jugendliche, »Ruhestörung – Eine Reihe über das Erinnern«
So, 21.2.27
17.00 Uhr
Dokumentarisches Puppen- und Objekttheater nach der Biografie von Irene Grumach-Shirun, aufgeschrieben von Jill Levenfeld
Inszeniert von Schaubude Berlin
Dauer: ca. 45 Min.
Eintritt frei
Ort: Werkraum Schöpflin
Eine Veranstaltung der Schöpflin Stiftung in Kooperation mit dem Dreiländermuseum Lörrach
Foto: Constantin Rieß
Bärchen, Spitzname »Bär«, ist ein Teddy und über 100 Jahre alt. Seine Augen haben schon viel gesehen, seine Arme sind vom vielen Kuscheln mit Flicken übersät. Er war in sehr schönen, aber auch in sehr schlimmen Momenten dabei, zum Beispiel als die Wände wegen der Bomben wackelten. Oder als Irenes Großmutter deportiert wurde. Bisher ist Bär diesen Erinnerungen lieber ausgewichen. Nun betritt er mit uns lange verschlossene Räume, in denen wichtige Stationen seiner Biografie mit Schattenspiel und Sound wieder lebendig werden.
Ein dokumentarisches Theater über das Leben eines jüdischen Kindes in der NS-Diktatur, erzählt aus der Sicht eines Teddybären und ausgezeichnet mit dem IKARUS-Preis 2025:
»Auch wenn man es hier mit hartem Stoff zu tun hat, auch wenn bedrückende Bombennächte beschrieben werden oder die Deportation der Großmutter, gibt es immer noch den Bären, der einem selbst das schlimmste Schicksal erträglich macht. Das ist die große Qualität dieser Inszenierung: dass sie es schafft, das drastische Geschehen nicht zu verschweigen, ohne das Publikum nachhaltig zu traumatisieren.« (Falk Schreiber, fidena.de)
Konzept, Performance: Josephine Hock | Regie: Hannes Kapsch | Konzept, Szenografie, Kostüme: Luise Ehrenwerth | Sound: Sebastian Schlemminger | Puppenbau: Verena Waldmüller | Dramaturgie: Tim Sandweg | Lichtdesign: Werner Wallner | Antisemitismuskritische Beratung: Juliette Brungs
_____________________________
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe »Ruhestörung – eine Reihe über das Erinnern« gibt es hier: www.schoepflin-stiftung.de/ruhestoerung